Die menschliche Seite der Hundezucht

01.02.2019

Es beginnt mit der rosaroten Brille. Die gehört sozusagen zur Standardausstattung von Hundezüchtern. Der eigene Hund ist auf jeden fall und unbedingt der schönste, der beste, der klügste und auf jeden Fall der am besten zur Zucht geeignete. Eine kritische Betrachtung des eigenen Hundes gehört zu den Ausnahmen und wird zudem von den Mitzüchtern auch gar nicht geschätzt. Insbesondere dann nicht, wenn sich die Kritik auf eine gesundheitliche Problematik bezieht. Denn jede offene Berichterstattung über Gesundheitsstörungen bei Hunden einer bestimmten Rasse wird von der Züchterschaft als "Schlechtreden" der Rasse interpretiert, und nicht selten wird derjenige, der mit dem Krankheitsbericht an die Öffentlichkeit geht, als Nestbeschmutzer gewertet und entsprechend gemoppt. Das führt dann oft dazu, dass Züchter, die an sich bereit zur Offenheit wären, lieber still sind, um nicht der Gruppenfeme ausgesetzt zu sein. Den die Bedeutung des sozialen Umfeldes eines Zuchtverbandes darf nicht unterschätzt werden. Ist man doch in einer Gruppe von Gleichgesinnten, mit denen neben dem gemeinsamen Interesse an der Hundezucht auch eine Menge sozialer Aktivitäten geteilt werden. Ein Ausschluss aus dieser Gruppe kommt einer sozialen Isolierung gleich. 

Quelle: Univ. Doz. Dr. Irene Sommerfeld-Stur 

Ich selber habe mich seit meinem ersten Wurf immer mehr mit der Genetik in der Hundezucht beschäftigt. Warum, ganz einfach,unser erster Boxer verstarb mit 6 Jahren an Epilepsie und in meinem ersten Wurf waren von vier Rüden, 1 Hodenloser und zwei Einhoder dabei. Und seit dem läßt mich das nicht in Ruhe, woher kommt die Epi? Warum gibt es Kryptorchiden? Frage über Fragen, seit dem sind 14 Jahre vergangen, in der ich in den letzten 9 Jahren 1ste Vorsitzende des Fördervereins für wissenschaftliche Hundeforschung war. Studien mit begleitet habe in der es um allerlei Krankheiten in den einzelnen Rassen ging. Habe 2015 Fr. Dr. Irene Sommerfeld-Stur kennengelernt und über die Genetik mehr erfahren.

Im Jahr 2013 habe ich die Biologin Dr. Sissi Fuchs-Rothenpieler kennengelernt, Die Züchterin von den Boxern von der Lindwurmstadt. Mit ihr verbindet mich eine herziche, ehrliche Freundschaft, so wie es unter Züchtern sein soll. Und gemeinsam gehen wir seit dem unseren Weg in der Zucht. Mit vielen Diskussionen, besuchen von Seminare usw. Und auf diesem Weg haben wir den Kontakt zum Labor Feragen mit Fr. Dr. Anja Geretschläger aufgenommen. Das seit dem das Labor unseres Vertrauens ist.

Angefangen haben wir bei unseren Hunden mit den DLA Haplotypen Genbestimmung, hier geht es um Autoimmunerkrankungen und die genetische Vielfalt und nun sind wir einen Schritt weiter und lassen einen DNA Abgleich bei der Hündin und des Rüdens unserer Würfe machen. Dazu kommt der genomische Inzuchtkoeffzient. Hier wird beim einzelnen Hund die genetische Vielfalt untersucht.

 

DLA, DNA Abgleich und der Inzuchtkoeffizient sind Untersuchungen die vom Verband nicht gemacht werden müßen.

Mehr dazu hier Boxer-Genetics